Legal Hackathon 2021 Siegerinterview Titel
Recht & Verwaltung16 März, 2021

Interview Siegerteam Legal Hackathon 2021

Der virtuelle Legal Hackathon 2021, ausgerichtet von Wolters Kluwer und Ebner Stolz, war ein voller Erfolg. Unter einer Vielzahl spannender und praxistauglicher Ideen, hat sich ein Team durchgesetzt und die Jury am meisten überzeugt: Dorian Schmitz, Teamleader der Gewinner von „right(k)now“, erklärt, was das Besondere am Legal Hackathon 2021 war und wie sie den Sieg abgeräumt haben.

1. Wie hat sich euer Team zusammengefunden?

Unser Team right(k)now fand erst beim anfänglichen Pitch zusammen. Es besteht aus einem bunten Mix sympathischer Menschen, die fast alle zum ersten Mal an einem Hackathon teilgenommen haben: Rechtsanwältin Anne Nonnaß, Rechtsanwalt Calvin Bothe, Johannes Wiemuth (Referendar OLG Dresden) und Studierende der Rechtswissenschaft Yizhou Liu, Georg-Theophil Müller und Dorian Schmitz.

2. Warum habt ihr euch zur Teilnahme am Legal Hackathon entschlossen?

Grundsätzlich wollten wir teilnehmen, um spannende Menschen kennenzulernen und als Team an Problemlösungen zu arbeiten.

3. Welche Lösung habt ihr entwickelt?

Wir konzipierten eine App, welche zum einen Verbraucher über ihre Kaufrechte beim Onlinehandel aufklären soll und zum anderen dabei helfen kann, diese Rechte auch durchzusetzen. Die App ist eine Antwort auf den wachsenden Online-Konsum und die folglich häufig auftretenden Probleme, wie verspätete Lieferungen oder bereits bei der Annahme beschädigte Produkte.

4. Wer hatte die Idee zur Lösung und wie seid ihr darauf gekommen?

Die Kernidee hatte ich, Dorian Schmitz. In den letzten Jahren boomt der Onlinehandel immer mehr und Corona trieb diesen Trend noch weiter voran. Schon einige Male hatte ich Probleme mit Onlinehändlern und habe daher wochenlang über meine Rechte recherchiert. Als ich mich anschließend im Freundeskreis umhörte, merkte ich, dass meine Freunde erstens nicht über ihre Rechte informiert waren und zweitens nicht wussten, wie sie ihre Rechte durchsetzen konnten. Da habe ich mir überlegt, dass man eigentlich eine App bräuchte, die dem Käufer Schritt für Schritt über seine Rechte und deren Einsatz aufklärt. Ich ging zu der Zeit noch in die Oberstufe eines Gymnasiums und wusste als Schüler nicht, wie ich dies allein schaffen sollte. So verflog die Idee, bis sie mir beim Legal Hackathon wieder einfiel. Diese Idee wurde dann im Team weiterentwickelt.

5. Habt ihr damit gerechnet, dass ihr gewinnt?

Nein, wir haben nicht damit gerechnet, zu gewinnen. Wir hatten allerdings auf eine Top 3 Platzierung gehofft. Als dann die Plätze zwei und drei verkündet wurden, waren wir schon traurig, es nicht unter die besten drei geschafft zu haben. Umso überraschter waren wir, gerade zu überwältigt, als wir sogar zum Sieger ernannt wurden. Schade war bloß, dass wir nur virtuell feiern konnten und nicht beisammen als Team. Das ist ja leider zurzeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich.

6. Welche Erwartungen gab es zu Beginn des virtuellen Hackathons?

Gleich zu Beginn dachte ich, dass meine Idee nicht gut ankam, da niemand meinen virtuellen Raum betrat, um dem Team beizutreten. Ich dachte also, dass meine Idee direkt an der ersten Hürde scheitern sollte. Dann stellte sich heraus, dass es sehr wohl Interessierte gab und es im virtuellen Raum etwas länger dauerte, bis sich alle gefunden hatten. Es folgten gute Gespräche in lockerer Atmosphäre. Im gesamten Team hatten wir die Erwartung, über das Wochenende gemeinsam an spannenden Ideen und Lösungsansätzen zu arbeiten – und das wurde ja auch voll erfüllt.

7. Beschreibt bitte das Wochenende, wie hat sich der erste virtuelle Hackathon angefühlt?

Den Legal Hackthon zu gewinnen, fühlte sich surreal an. Die drei Tage waren kein richtiges Wochenende sondern harte Arbeit. Doch die Arbeit war geprägt von guter, zielgerichteter Atmosphäre und hat somit auch Spaß gemacht und unser Team zusammengeschweißt. Dass der Hackathon nur virtuell möglich war, war sehr schade, doch funktionierte der Austausch im Team einwandfrei via Miro oder Microsoft Teams.

8. Wie soll es nun weitergehen mit eurer Idee?

Unser weiteres Vorgehen werden wir noch besprechen. Da unser Team nur aus Juristen bestand, haben wir uns auf Konzept und Geschäftsmodell konzentriert. Es wird sich zeigen, ob wir einen Entwickler für uns gewinnen können, um unsere Idee für Verbraucher auf den Markt zu bringen.

Kontakte
Frederick Assmuth
Frederick Assmuth Wolters Kluwer Deutschland

Head of Corporate Communications & Brand

Wolters Kluwer Deutschland GmbH

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