Recht & Verwaltung09 Februar, 2026

Benchmark-Bericht 2026 für kleine Anwaltskanzleien in Deutschland

KI, Innovation, Rentabilität und Analyse des juristischen Marktes

Der Benchmark-Bericht 2026 beleuchtet die wichtigsten Trends, Herausforderungen und Chancen für kleineAnwaltskanzleien in Deutschland.

Basierend auf Daten aus einer Online-Umfrage, die von Wolters Kluwer Legal Software zwischen Juli und September 2025 durchgeführt wurde, enthält der Bericht Erkenntnisse von 633 juristischen Fachpersonen, darunter selbstständige Anwält:innen und Partner: innen kleiner Kanzleien, aus sechs europäischen Ländern: Deutschland,, Belgien, Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden.

Er untersucht die Schlüsselfaktoren, die den Erfolg von Kanzleien bestimmen - darunter Rentabilität, Preisstrategien, die Einführung von KI und juristischen Technologien, Effizienz der Arbeitsabläufe und Mandantenmanagement.

Diese Zusammenfassung hebt die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland hervor, um Ihnen zu helfen, Ihre aktuellen Strategien zu bewerten und Verbesserungsbereiche zu identifizieren.

„Wer heute in moderne Technologien investiert, legt den Grundstein für nachhaltigen Erfolg in einem dynamischen Marktumfeld. Jurist:innen stehen damit vor einer entscheidenden Zäsur: Routineaufgaben verlieren an Gewicht, während analytisches Denken, technisches Verständnis und der souveräne Umgang mit KI-gestützten Tools an Bedeutung gewinnen.“

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Ralph Vonderstein, Geschäftsführer, Wolters Kluwer Legal Software Deutschland GmbH

 

Der entscheidende Bedarf an Effizienz

Eine große Herausforderung für deutsche Anwaltskanzleien ist der Umgang mit abrechenbaren Stunden. Unsere Umfrage zeigt, dass fast die Hälfte aller Befragten (49,5 %) weniger als 50 % ihrer Zeit für abrechenbare Arbeit aufwendet. Dies verdeutlicht den dringenden Bedarf an operativen Verbesserungen im gesamten Sektor.

Nicht abrechenbare Aufgaben und administrative Belastungen sind die Hauptbarrieren für maximale Produktivität. Um diese zu überwinden, setzen Kanzleien auf Technologie. Ganze 58,6 % der deutschen Befragten priorisieren die Automatisierung administrativer Aufgaben als Schlüsselstrategie, um Zeit für wertvolle, mandantenorientierte Arbeit freizusetzen. Die Optimierung von Workflows und die Delegation routinemäßiger Tätigkeiten sind entscheidend, um abrechenbare Stunden zurückzugewinnen.


Technologieinvestitionen als oberste Priorität

Deutsche Kanzleien setzen zunehmend auf Technologie als Kernstrategie für Kostenmanagement und Modernisierung. Bemerkenswerte 60,7 % nutzen Automatisierung zur Kostenkontrolle, was einen klaren Wandel hin zu effizienzorientierten Lösungen signalisiert.

Technologie ist das wichtigste geplante Investitionsfeld und spiegelt eine proaktive Haltung zur Zukunftssicherung wider:

  • 90,5 % der Befragten erwarten steigende Ausgaben für Legal Tech in den nächsten drei Jahren.
  • 46,5 % haben kürzlich neue juristische Technologien als zentrale Wachstumsstrategie eingeführt.
  • 41,4 % haben die Optimierung interner Prozesse priorisiert, um die Produktivität zu steigern.

Dieser Fokus auf Technologie, zusammen mit geplanten Investitionen in Schulungen (40,4 %) und Mandantengewinnung (34,8 %), zeigt ein starkes Engagement für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen und widerstandsfähigen Kanzlei.

KI-Adoption in Anwaltskanzleien

Deutschland steht an der Spitze der KI-Adoption im juristischen Sektor: 63,6 % der Kanzleien integrieren diese Technik aktiv in ihre Praxis. Besonders beliebt sind generative KI-Lösungen wie ChatGPT, die von 82,5 % der Befragten für Aufgaben wie Entwürfe und Recherche genutzt werden.

Die Hauptvorteile für die Nutzer:innen sind klar:

  • Verbesserte Effizienz (62,6 % genannt)
  • Höhere Rentabilität (58,6 % genannt)

Dennoch bestehen Herausforderungen. Die fehlende Routine im Umgang mit KI (58,3 %) ist das am häufigste genannte Hindernis für Nicht-Nutzer:innen, gefolgt von Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Implementierungskosten und ethische Fragen. Die Bewältigung dieser Probleme wird entscheidend sein, um das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen.

„ GenAI wird die für Aufgaben wie juristische Recherche, Dokumentenerstellung und Vertragsprüfung benötigte Zeit erheblich verkürzen und es Anwält:innen ermöglichen, sich stärker auf strategisches Denken und die Interaktion mit ihren Mandant:innen zu konzentrieren. ”

Product Management Director

Ruud Helmes, Director Product Management Kleos, Wolters Kluwer Legal Software

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