Informationssicherheit – eine neue allgegenwärtige Herausforderung auf dem Rechtsmarkt
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Warum stellt Informationssicherheit in der Rechtsbranche ein allgegenwärtiges Risiko dar?
Die Risiken für die Informationssicherheit haben infolge von Remote-Arbeit, Cloud-Datenspeicherung und der Einführung von KI deutlich zugenommen. Dadurch steigt sowohl die Gefahr der Cyberangriffe als auch die Komplexität der damit verbundenen Compliance-Anforderungen.
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Was sind die größten Cybersicherheitsbedenken von Jurist:innen?
Jurist:innen nennen Datenschutz-Compliance, den Schutz sensibler Informationen und die Wahrung der Mandantenvertraulichkeit als ihre Hauptbedenken.
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Warum wird 'Schatten-KI' als Bedrohung für Anwaltskanzleien betrachtet?
Nicht autorisierte KI-Tools riskieren Vertraulichkeitsverletzungen, Regelbrüche und Schäden an professionellen Standards und erfordern starke Governance und genehmigte Nutzungsrichtlinien.
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Wie gut sind Rechtsorganisationen darauf vorbereitet, wachsende Sicherheitsherausforderungen zu bewältigen?
Nur 31% der befragten Organisationen fühlen sich sehr gut vorbereitet, was die Notwendigkeit robusterer Sicherheitsstrategien unterstreicht.
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Wie erhöht Remote-Arbeit Schwachstellen in der Cybersicherheit?
Remote-Arbeit erweitert Angriffsflächen, führt Geräte- und Netzwerkrisiken ein und erhöht die Komplexität beim Schutz sensibler Mandanteninformationen.
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Welche Rolle spielt der Einsatz von KI bei den Sicherheitsherausforderungen des Rechtsmarktes?
Durch KI kommen neue ethische und Datenschutzbedenken dazu, und viele Organisationen haben Schwierigkeiten, KI sicher in bestehende Systeme zu integrieren.
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Welche Datenschutzmaßnahmen setzen Anwaltskanzleien derzeit um?
Gängige Maßnahmen umfassen Multi-Faktor-Authentifizierung, verschlüsselte Kommunikationstools und regelmäßige Sicherheitsaudits.
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Warum ist eine proaktive KI-Einführung in Anwaltskanzleien notwendig?
Expert:innen gehen davon aus, dass Jurist:innen KI ohnehin einsetzen werden - unabhängig von etwaigen Beschränkungen. Daher ist es entscheidend, sichere, freigegebene Tools bereitzustellen, um die Nutzung von "Schatten-KI" zu vermeiden.
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Welche zusätzlichen Schritte sollten Rechtsorganisationen unternehmen, um die Informationssicherheit zu verbessern?
Über bestehende Maßnahmen hinaus sollten Organisationen in qualifizierte Fachkräfte, Schulungen, die Entwicklung klarer Richtlinien und robuste Governance-Frameworks für den Einsatz von KI investieren.
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Wo können Jurist:innen auf die vollständige Future Ready Lawyer 2026 Studie zugreifen?
Um die vollständige KI-Analyse des Rechtsmarktes zu lesen, laden Sie die Future Ready Lawyer Studie 2026 von Wolters Kluwer herunter
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Laut der Future Ready Lawyer Studie 2026 von Wolters Kluwer hat sich die Informationssicherheit von einer rein operativen Aufgabe zu einem allgegenwärtigen Risiko auf dem Rechtsmarkt entwickelt. Dies erfordert Wachsamkeit sowie ein proaktives Risikomanagement.
Cyber-Bedrohungen und 'Schatten-KI'
Laut der Umfrage nennen 46 % der Jurist:innen die Einhaltung des Datenschutzes und den Schutz sensibler Informationen vor Cyber-Bedrohungen als wichtigste Anliegen, während 43 % die Gewährleistung der Vertraulichkeit von Kundendaten hervorheben.
Die Bewältigung der wachsenden Herausforderungen im Bereich der Informationssicherheit wird ebenfalls als einer der wichtigsten Trends für die nächsten drei Jahre angesehen. 80 % der Befragten erwarten erhebliche Auswirkungen oder gewisse Auswirkungen. Dennoch fühlen sich insgesamt nur 31 % der Organisationen sehr gut auf diese Herausforderungen vorbereitet, was die Notwendigkeit robusterer Sicherheitsstrategien unterstreicht.
„Die Verbreitung nicht autorisierter KI-Tools (,Schatten-KI’) gefährdet die Mandantenvertraulichkeit, die regulatorische Compliance und professionelle Standards und erfordert eine umfassende Antwort, die Richtlinien, Technologie, KI-Kompetenz und die Organisationskultur integriert. Rechtsorganisationen sollten klare Richtlinien zur genehmigten Nutzung festlegen", empfiehlt Licia Garotti, Partnerin bei der Kanzlei PedersoliGattai.
Datensicherheitsmaßnahmen
Durch die zunehmende Verbreitung von Remote-Arbeit sind Cyber-Bedrohungen noch präsenter geworden. 37 % der Befragten sehen die Sicherheit bei Remote-Arbeit als erhebliche Herausforderung an. Cloudbasierte Speichersysteme bergen neue Risiken, während der Einsatz von KI die Komplexität weiter erhöht. 39 % der Jurist:innen geben an, ethische Bedenken hinsichtlich KI und Datenschutz zu haben, und 36 % haben Schwierigkeiten, KI in bestehende Systeme zu integrieren.
Wie reagieren Rechtsorganisationen? Unternehmen reagieren darauf, indem sie technologisch versierte Fachkräfte einstellen und die Schulung ihrer Mitarbeitenden in bewährten Verfahren der Informationssicherheit klar priorisieren. Laut der Umfrage verwenden 55 % der Kanzleien und Rechtsabteilungen Multi-Faktor-Authentifizierung, 50 % nutzen verschlüsselte Kommunikationswerkzeuge und 49 % führen regelmäßige Sicherheitsaudits durch, um Kundeninformationen zu schützen.
Welche anderen Datensicherheitsmaßnahmen sollten Rechtsorganisationen in Betracht ziehen? „Kanzleien sollten sich bewusst machen, dass es praktisch keine Anwält:innen mehr gibt, die keine KI nutzen. Wenn ihnen keine sicheren Tools zur Verfügung gestellt werden, entsteht zwangsläufig ,Schatten-KI’ und Situationen, die ethisch wie auch reputationsbezogen gefährlich sein können. Die einzige wirksame Lösung ist ein proaktiver Ansatz: Anwält:innen mit sicheren, geprüften und ihren Bedürfnissen entsprechenden KI-Werkzeugen auszustatten. Verbote und Einschränkungen funktionieren nicht – Anwält:innen werden KI trotzdem nutzen, dann jedoch unkontrolliert und potenziell gefährlich", schließt Tomasz Zalewski, Partner und Gründer der Kanzlei Zalewski Legal.
Um die vollständige Analyse des Rechtsmarktes zu lesen, laden Sie die Future Ready Lawyer Studie 2026 von Wolters Kluwer herunter >>