Recht & Verwaltung26 Februar, 2018

In zwei Tagen von der Idee zum Prototyp – 140 Teilnehmer beim Berlin Legal Tech Hackathon

In zwei Tagen von der Idee zum Prototyp – 140 Teilnehmer beim Berlin Legal Tech Hackathon

Rund 140 Juristen, Legal Engineers und Programmierer trafen sich Ende letzter Woche in Berlin beim Legal Tech Hackathon. Nach einer Brainstorming-Session zu Beginn fanden sich schnell mehrere Teams, die dann innerhalb von zwei Tagen innovative Ideen für den Rechtsmarkt entwickelten und auch programmierten. In ihrer Professionalität konnten sie dabei sogar die Jury überraschen.

„Wir haben bei den Pitches wirklich erstaunlich professionell programmierte Lösungen gesehen“, sagte Johannes Klostermann, Head of Innovation/UX Legal bei Wolters Kluwer Deutschland. Gemeinsam mit seinen Jury-Kollegen, unter anderem Rogier Krijgsman, Global Director Digital Transformation bei Wolters Kluwer GPO, und Markus Hartung, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession (CLP) an der Bucerius Law School in Hamburg, hatte er am Ende die Qual der Wahl.

Zum Sieger wurde schließlich das Team von Solvent.ai gekürt. Sie präsentierten eine Software, die Vertragsverhandlungen vereinfacht. Beide Parteien werden anhand verschiedener Kriterien nach ihren Präferenzen und Prioritäten befragt, und darauf aufbauend ein erster Vertragsentwurf generiert. Anschließend müssen dann nur noch die konträren Punkte besprochen werden, auch hier hilft das Programm. Als Gewinner in Berlin zieht das Solvent.ai-Team nun auch in die zweite Runde beim Global Legal Hackathon ein.

Auf Platz 2 landete I Say Oh! – die mit einem einfachen Programm Initial Coin Offerings (ICO) ermöglichen, in dem sie alle erforderlichen Schritte abbilden und den Nutzer leiten.

In zwei Tagen von der Idee zum Prototyp – 140 Teilnehmer beim Berlin Legal Tech Hackathon

Johannes Klostermann und Rogier Krijgsman, Jury-Mitglieder beim Berlin Legal Tech Hackathon

Um Konsumentenverträge ging es beim Drittplatzierten – Bamboozle. Hier kann der User alle seine Verträge (z.B. Mobiltelefon, Fitnessstudio) erfassen, übrigens auch automatisch über eine Suche im E-Mail-Postfach, und kriegt dann ganz transparent dargestellt, welche Vebraucherfallen lauern, z.B. mit Blick auf Datenschutz, welche Kündigungsfristen nahen und was er sonst noch zu beachten hat. Für diese Idee erhielt das Team von Bamboozle zugleich auch den Special Award für die beste „Access-to-Justice“-Lösung, gesponsert von Wolters Kluwer.

Johannes Klostermann: „Die berühmte USC-Professorin Gillian Hadfield hatte im Vorfeld des Global Legal Hackathon insgesamt zehn ‚Hadfield-Challenges‘ veröffentlicht, mit denen sich die Legal Tech Lösungen von morgen beschäftigen sollten. Die Teilnehmer heute in Berlin haben mehrere dieser Herausforderungen angenommen und Antworten geliefert.“

Neben praxisnahen Lösungen für den Rechtsmarkt brachte der Legal Tech Hackathon in Berlin vor allem viele innovative Menschen zusammen. In der für Berlin typischen Industrieatmosphäre des CLCLR in Neukölln nutzten sie die Pausen für Gespräche, oder lenkten sich mit Yoga ab. Wolters Kluwer, Hauptpartner der Veranstaltung, hatte unter anderem zudem eine Virtual-Reality-Station installiert, bei der man mal selbst ausprobieren konnte, wie VR-Brillen funktionieren.

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